Jugend


Da ich nicht jedes Buch ausführlich besprechen kann, werde ich hin und wieder ein Buch in einem Kurzvideo wie diesem hier vorstellen. Das passiert aber nur mit den Bücher, die ich schon vor einer ganzen Weile gelesen habe. Aktuelle Bücher werden selbstverständlich auch in Zukunft in gewohnter Weise von mir rezensiert. Dies ist also der erste Teil einer kleinen Video-Serie, die ich für die kommenden Wochen/Monaten geplant habe.


Es kommt nicht oft vor, das ich ein Buch in die Hand nehme, zu lesen beginne und dieses erst dann wieder weglegen kann, wenn ich es komplett fertiggelesen habe. Genau so ging es mir mit “Skeleton Creek – Wenn das Böse erwacht”von Patrick Carman.
Bevor ich auf die Besonderheiten dieses Buches zu sprechen komme (da gibt es nämlich einige), zunächst ein paar Worte zur Gechichte.

Ryan und Sarah sind zwar beste Freunde, aber irgendwie tun die beiden sich nicht gut. Immer wieder geraten sie entweder in Schwierigkeiten, oder in Gefahr. Hin und wieder schaffen sie sogar eine Kombination aus beiden Dingen. Gemeinsam sind sie ein wenig wie Streichholz und Dynamit: Eine explosive Mischung.
Wie das mit guten Freunden aber nunmal ist, können die beiden nicht voneinander lassen und es kommt wie es kommen muss: Sarah und Ryan versuchen hinter das Geheimnis der Goldgräberstadt “Skeleton Creek” zu kommen und während ihrer Nachforschungen verunglückt Ryan schwer.
Als er aus dem Koma erwacht, ist nichts mehr so, wie es war, denn die Eltern verbieten ihm endgültig den Umgang mit Sarah.
Das hindert die beiden freilich nicht daran, weiter Nachforschungen zu betreiben. Ryan ist zwar aufgrund seiner Verletzungen ans Bett gefesselt, er forscht aber per Internet und in der eigenen Bekanntschaft weiter, während Sarah mit ihrer Videokamera nach Antworten sucht. Während dieser Zeit kommunizieren sie heimlich per E-Mail weiter miteinander und Sarah sendet Ryan immer wieder Passwörter, mit denen er sich ihre Filme ansehen kann.
An dieser Stelle kommt die dem Buch beiliegende DVD ins Spiel. Auf der findet Ihr nämlich die Clips, die Sarah während ihrer Nachforschungen filmt.
Das ist ungemein mitreissend, denn die Kombination aus spannender Geschichte und den dazu passenden Videos sorgt dafür, das ihr noch tiefer in die Geschichte eintaucht.

Das Buch selber ist aufgebaut wie ein Tagebuch. Um genau zu sein, ist es das Tagebuch von Ryan, der nicht nur den E-Mail Kontakt mit Sarah ausruckt und in das Buch klebt, sondern darin auch alle Forschungsergebnisse notiert, Skizzen zeichnet usw.
So ist das komplette Buch mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet und es macht wirklich Spaß, darin zu blättern und gemeinsam mit Ryan und Sarah dieses spannende Abenteuer zu durchleben.

Leider Gottes endet das Buch mit einem üblen Cliffhanger, denn die Story geht im zweiten Teil weiter und ich kann es nicht erwarten, diesen endlich in den Händen zu halten.
Ich wurde schon lange nicht mehr auf so einfache Art und Weise (das Buch liest sich nämlich tatsächlich wie das Tagebuch eines Teenagers) so gut unterhalten! Ich liebe Bücher, ich liebe Filme und dieser interaktive Mix hat mir ganz besonders viel Freude gemacht.


Story:
Der Pariser Gargoyle Grim ist ein steinerner Gesetzeshüter und dafür verantwortlich, dass kein Mensch von der Existenz seines Volkes erfährt.
Auf der anderen Seite ist da die junge Menschenfrau Mia, die über eine besondere Gabe verfügt: Sie ist eine “Seherin des Möglichen”, eine sogenannte Hartide.
Mia gerät in den Besitz eines Pergaments, das mit merkwürdigen, für sie nicht identifizierbaren Schriftzeichen bedeckt ist. Eines Tages kreuzen sich die Wege von Grim und Mia und gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach dem Schlüssel zum Geheimnis dieses Pergaments.

Meine Meinung:
Die oben geschilderte Story ist nur das Grundgerüst für eine sehr fantasievoll und einfallsreich erzählte Geschichte.
Mit knapp 700 Seiten ist das Buch sehr umfangreich und auch wenn die Geschichte zu keiner Zeit langweilig wird, habe ich rückblickend doch den Eindruck, man hätte sie hier und da etwas straffen können. Der Erzählstil ist insgesamt sehr flüssig, wenngleich mir einige Wiederholungen etwas störend aufgefallen sind. Gesa Schwartz hätte in der Sprache ruhig etwas variieren dürfen, wiederholen sich stellenweise doch ganze Sätze immer wieder aufs Neue (wie oft kam allein auf den ersten 100 Seiten der Satz „Grim stieß die Luft aus“ vor?).
Auf der anderen Seite sind da aber auch einige wundervolle und sehr greifbar beschriebene Passagen, von Gesa Schwartz genau auf den Punkt getroffen und atmosphärisch unheimlich dicht erzählt. Die Beschreibung der geheimen Bar, einem Treffpunkt für die Wesen der Anderswelt ist da ein gutes Beispiel. Einfallsreicher und detaillierter hätte man diese Szenen kaum erzählen können.
Wichtige Ereignisse werden hin und wieder aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Ein Stilmittel, das hier ganz besonders gut passt, versorgt uns die Autorin auf diesem Weg doch nach und nach mit Puzzelteilen, die später von uns zu einem stimmigen Gesamtbild zusammengesetzt werden. Auch für ihre Kreativität beim Erschaffen der Figuren muss ich Gesa Schwartz loben: Neben Elfen, Gargoyles, Nymphen und Co. gibt es von fliegenden Eseln, über menschenfressende Hunde bis zum besonders liebenswerten Hilfskobold „Remis“ einige sehr interessante Kreaturen zu entdecken.
Mein Fazit: Vor allem das unverbrauchte Fantasy-Szenario und die spannende Geschichte mit all ihren (mal mehr, mal weniger) liebenswerten Figuren haben es mir angetan.
Von den wenigen kleinen Schönheitsfehlern abgesehen, ist „Grim: Das Siegel des Feuers“ ein rundum gelungenes Fantasy-Buch! Wenn Ihr dem Genre also zugetan seid, tut Euch selbst einen Gefallen und schaut es Euch mal genauer an! Viel Spaß!


Story:
Die 15jährige Jem hat eine Gabe: Sieht sie einem Menschen in die Augen, erscheint vor ihrem inneren Auge eine Zahl. Es handelt sich um ein Datum, nämlich dem Todesdatum des Menschen, der ihr in die Augen sieht.
Für Jem ist es mehr Fluch als Segen, denn sie wird dadurch ständig mit dem Tod und der Vergänglichkeit ihrer Mitmenschen konfrontiert.
Irgendwann lernt sie den durchgeknallten “Spinne” kennen, mag ihn zunächst zwar nicht, aber im Laufe der Zeit lässt sie sich auf ihn ein. Die beiden kommen sich näher und verbringen viel Zeit miteinander und ihr Weg führt sie eines Tages zum “London Eye”, dem Riesenrad in London. Jem fällt schnell auf, das alle Menschen in der nahen Umgebung das gleiche Todesdatum “in ihren Augen” tragen. Jem weiß, das hier etwas nicht stimmt und überredet Spinne zur Flucht. Damit weckt sie schlafende Hunde, denn die Polizei verdächtigt und verfolgt die beiden von nun an.

Meine Meinung:
Das Buch beginnt in einem Wahnsinnstempo. Rachel Ward macht neugierig auf die beiden Protagonisten, erzählt in kurzen Rückblenden von Jems Kindheit, ihren Problemen in der Schule, ihren Schwierigkeiten mit zwischenmenschlicher Nähe usw.
Dann kommt es zu oben beschriebenem Zwischenfall am “London Eye” und der Rhythmus des Buches ändert sich komplett.
Ward nimmt sich viel Zeit für die Flucht von Spinne und Jem, sie schlägt ruhigere und nachdenklichere Töne an und nimmt deutlich das Tempo aus dem Buch. Das hat mich zunächst irritiert, denn eigentlich bin ich eher den umgekehrten Weg gewohnt: Ruhiger Beginn und temporeiches Ende.
Die Helden der Geschichte sind keine, jede Figur hat Fehler, Ecken und Kanten. Protagonistin Jem war mir über weite Strecken sogar unsympathisch, ohne das es mir den Spaß am Buch hätte verderben können. Die häufig kritisierte Sprache ist eben genau dieser Figur geschuldet, wird das Buch doch aus der Perspektive von Jem erzählt. Ihre Sprache ist keine blumige, die schroffe Wortwahl gehört zu ihrem Charakter und ist Ergebnis ihres verpfuschten Lebens.
Mich hat “Numbers” gefesselt und auch in den stillen Momenten begeistert. Rachel Ward erspart uns den moralischen Zeigefinger und erzählt in glaubhaften Worten eine sehr spannende Geschichte. Die Fortsetzung ist bereits angekündigt.